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Mittwoch, 29. September 2021

Der Verkehr in Ahrensfelde oder Geschichten die das Leben schreibt

In der Ortsbeiratssitzung am 27.09. war ein Tagesordnungspunkt "Ortsumfahrung Ahrensfelde" aufgeführt. Weitere Informationen gab es keine und so war es dann doch interessant die Versammlung zu verfolgen und zu erfahren was sich hinter diesem Tagesordnungspunkt verbirgt. Das Wort "Information" hätte sicher auch vorher genügt. Der Vortrag von Herrn Allerdissen war ein Abriss der Historie und letztendlich auch ein Hinweis auf die bereits von der AWG angestrebte Beendigung des jetzigen Planungsverfahrens. Es waren auch interessierte Zuhörer gekommen, aber was sollte die Vorstellung im OB wirklich bewirken. Die wirklich interessierten Bürger haben es doch schon lange begriffen, die Politik ist nur über die entsprechenden Machtverhältnisse umzusetzen, oder man geht auf die Straße!

Es ist ein Traum, wenn irgendjemand jetzt noch an einen Abbruch des Verfahrens denkt. Die Einstellung des laufenden Verfahrens kann allerdings erfolgen, das ist doch nur logisch, wenn die Bürokratie so funktioniert und Gesetze unser Leben bestimmen. 

Fakt ist, die Argumente der verfehlten Planung und der daraus resultierenden Ergebnisse auf die Bürger in der Gemeinde, sind nicht länger hinzunehmen.  Der Knotenpunkt am Bahnhof Ahrensfelde ist nicht beherrschbar! Das sollte eigentlich jedem normal denkenden Menschen sofort einleuchten. Wie allerdings Verkehrsplaner die Situation von 3 einmündenden Straßen an einem Bahnübergang, wo Züge im 30-Minuten-Takt, also 4 mal pro Stunde verkehren, lösen wollen bleibt ein Rätsel. Ich vergaß es ist auch noch ein P&R-Platz mit in diesen Knotenpunkt zu integrieren.

Es wird auch eine verfehlte Strukturpolitik der Länder Berlin und Brandenburg immer deutlicher sichtbar und der Speckgürtel rund um Berlin ist an vielen Stellen nicht mehr in eine verbesserte Verkehrsstruktur zu verändern. Zweispurige autogerechte Straßen bis an die Stadtgrenze sind eben nicht durch die Orte hindurchzupressen. Der Beginn ist historisch und hängt auch nicht mit der Wende zusammen, sondern liegt liegt in der DDR, wo auch schon autogerecht der Stadtbezirk Marzahn geplant und(!) gebaut wurde.

Schuldige zu suchen ist müßig und abwegig, aber neue Fehler begehen ist viel schlimmer und so sollte das Wohl der Bürger und das Finden einer Lösung im Kontext aller Einwohner oberste Priorität haben. Die Länder Berlin und Brandenburg dürfen auch nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Wozu haben wir den LEP, oder auch das "Achsenentwicklungskonzept"? Sind das nur Beruhigungspillen für die Bevölkerung?

Ich sehe der nächsten Gemeindevertretersitzung schon mit Spannung entgegen.


Klaus Hilpert

Ahrensfelde 

Montag, 27. September 2021

Warum wird echte Bürgerbeteiligung in Ahrensfelde nicht gewollt?

Diese Frage darf doch, muss doch immer wieder gestellt werden. In der September-Beratung der Gemeindevertretung stand die Bürgerbeteiligungssatzung auf der Tagesordnung. Naiv, wie ich war, glaubte ich doch tatsächlich, dass eine Beratung über eine neue, moderne und der Entwicklung der direkten Demokratie entsprechender Entwurf auf den Tisch liegen würde. Weit gefehlt! Es ging um eine Ergänzung. Nun muss interessanter Weise angefügt werden, dass bisherige Änderungen nur vorgenommen wurden, wenn es die Kommunalverfassung des Landes unbedingt einforderte. So auch diesmal, als es um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei ihren Belangen ging. Wenn auch Bürgermeister Gehrke betonte, dass wir früher als alle anderen ein Jugendparlament hatten, war das unredlich. Denn das existiert seit Jahren nur noch auf dem Papier, was er natürlich weiß. Er reitet wie so oft ein totes Pferd. So unsachlich er auch auf meine Fragen reagiert, ich fange an, den Bürgermeister zu mögen, denn das schadet seinem Ruf. Dass er immer wieder überrascht ist und verärgert reagiert, dass Andersdenkende, also nicht CDU-Mitglieder oder Jasager, keine Phrasen von sich geben, sondern sachliche und überzeugende Argumente für die Verbesserung des Lebens der Ahrensfelder haben, ist kaum zu erklären.

Es ist einfach zu wenig in der seit über zehn Jahren kaum veränderten Bürgerbeteiligungssatzung. Diese Satzung ist zu wichtig, um immer nur kosmetische oder geforderte Veränderungen vorzunehmen. Nach Artikel 20 des Grundgesetzes übt das Volk, also jeder Einwohner von Ahrensfelde, die Staatsgewalt aus. Einmal durch Wahlen, also durch unsere gewählten Abgeordneten und zweitens durch Bürgerbeteiligungen, also direkte Demokratie.

Dazu gibt der Gesetzgeber viele neue Formen der Mitbestimmung vor. Die werden in der Gemeindevertretung überhaupt nicht einmal diskutiert. Hier eine Diskussionsgrundlage auch für das Achsenentwicklungskonzept Ahrensfelde-Werneuchen:

1.    Zusammenkünfte von Bürgern/ Bürgerforen

Bürgerforen sind Kommissionen, deren Mitglieder die Gemeinde nach dem Zufallsprinzip auswählt. Das Bürgergutachten dient als Entscheidungshilfe.

2.    Bürgerwerkstatt

Bürger beteiligen sich bereits bei der Entwicklung von Ideen, insbesondere zur kommunalen Bauplanung. Die Bürgerwerkstatt setzt weitaus früher an, als es nach dem Baugesetzbuch verpflichtend vorgesehen ist. Die Teilnahme basiert nicht auf einer Zufallsauswahl, sondern auf dem Interesse und der Sachkenntnis der Bürger.

3.    Nachbarschaftsgespräche

Vertreter der Verwaltung diskutieren mit einer Gruppe zufällig ausgewählter Bürger. Dabei geht es um das bisherige und künftige Zusammenleben im kommunalen Umfeld.

4.    Aktivierende Befragung

Die Gemeinde befragt Bürger, insbesondere zu wohnortsbezogenen Themen. Die Befragung soll Bürger anregen, für ihre Interessen einzutreten und zu kommunalen Problemen Lösungen zu entwickeln.

5.    Bürgerpanel

Die Gemeinde befragt in regelmäßigen Abständen eine bestimmte, möglichst große Gruppe repräsentativ ausgewählter Bürger zu ihrer Arbeit in der Kommunalpolitik. Ziel ist es, abzubilden, wie sich die Meinung der Bürger über mehrere Jahre hinweg verändert. Dazu gehören auch die Vorschläge von Bürgern und ihre Umsetzung.

6.    Bürgerhaushalt

Die Verwaltung einer Gemeinde bemüht sich um mehr Haushaltstransparenz und lässt die Bürger mindestens über einen Teil der frei verwendbaren Haushaltsmittel beratend oder verbindlich mitwirken.

7.    Kommentierung von Regelungsentwürfen im Netz

Die Gemeinde veröffentlicht den FNP und seine Veränderung sowie Raumordnungspläne auf ihrer Netzseite. Bürger können offen oder anonym Kommentare oder Vorschläge hinterlassen, die andere Bürger einsehen können.

8. Online-Sprechstunde

Bürger können vorab und während der Sprechstunde über soziale Medien Fragen stellen. Ein Abgeordneter und kein Verwaltungsmitarbeiter beantwortet die Fragen, während Bürger Videoaufnahmen der Sprechstunde zeitgleich oder später im Netz verfolgen können

           9. Online-Abgabe von Vorschlägen zur Deregulierung oder

Verwaltungsvereinfachung

         10. Begründungspflicht staatlicher Stellen

Falls die Verwaltung oder die Gemeindevertretung Bürgervorschläge nicht verwirklicht, muss sie dies fachlich und öffentlich begründen.

Bei allen vorgenannten Formen der Beteiligung spielt die digitale Vernetzung unter dem Stichwort „e-Partizipation“ eine zunehmende Rolle.

Zur Halbzeit in der Wahlperiode darf doch die Frage gestattet sein: Wann endlich wollen die Mitglieder der Gemeindevertretung ihren Wählern die Rechte einräumen, die sie ihnen vor den Wahlen versprochen haben?

Hartmut Moreike

Freitag, 24. September 2021

Zur Sitzung der Gemeindevertretung am 20.09. 2021


Mein Satz des Abends: „Ich erkenne hier 0 Hektar Neubaufläche“ (S.Schwarz, in der Sitzung zum zum TOP 20). Es ging im Tagesordnungspunkt 20 um die Abstimmung über ein Moratorium (ein Aufschieben) für alle momentan in Planung befindlichen Bauvorhaben. Dieser Beschluss sagt aus und konkretisiert, dass bis zum Beschluss des Achsenentwicklungskonzepts Ahrensfelde – Werneuchen keine Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungspläne zur Entwicklung weiterer Siedlungs- und Gewerbeflächen im gesamten Gemeindegebiet gefasst werden.

Herr Schwarz informierte: Zur Zeit sind fünf Planungen im Verfahren: in Lindenberg Wohnbebauung, in Blumberg die Sportplatz-erweiterung und der Aufstellungsbeschluss Nahversorgung (REWE Markt an der B158), in Eiche Wohnen am Mühlenberg und Wohnen und Leben am Kaufpark Eiche, und in Lindenberg die Erweiterung des Gewerbegebiets Lindenberg (LIDL Logistik). Hier würde der geforderte Aufschub zu Schadenersatzforderungen seitens der Investoren führen.

Er führt aus in der Antragsbegründung wird suggeriert, dass 290 Hektar Land neu bebaut oder erschlossen werden sollen. Folgend berichtet Herr Schwarz, dass in der Planung zum Achsenentwicklungskonzept die Flächen übernommen wurden, die schon 2019 mit der Wohnungspolitischen Umsetzungsstrategie beschlossen waren und sich aus dem Flächennutzungsplan 2013 ergeben. Es sei eine Fläche von ca. 46 ha. Seine Erläuterung endete mit: „Ich erkenne hier Null ha Neubaufläche“. Weiter erklärte Herr Schwarz, dass Flächen von 54 ha dem Landkreis als Potentialflächen für die Schulplanung benannt wurden und von den Unabhängigen „doppelt verkauft“ würden. Er erläuterte dem geneigten Zuhörer die im Antrag benannte Nachverdichtung der Dorfgebiete sei „meiner Meinung grob falsch, von 107 ha Nachverdichtung in den Dorfgebieten anzusetzen“. Insgesamt sind im Achsenentwicklungskonzept ca. 80 ha die neu untersucht werden sollen, benannt worden. Und er führte aus, dass in den letzten 10 Jahren 10,11 % Bevölkerungswachstum zu verzeichnen war.

Was hat Herr Schwarz in seinem langatmigen und zwischenzeitlich schwer zu folgendem Monolog eigentlich ausgeführt? Wir wissen, es sind fünf Planungen in der Gemeinde so weit vorangekommen, dass eine Pause in den Planungen zu Schadenersatzforderungen führen könnten. Wir erfahren, dass 46 ha Bauland in der Wohnungs-politischen Umsetzungsstrategie eine Größe in der Neubebauung von Null Hektar sind. Weiter wurden dem Landkreis 54 ha Potentialfläche zur Bebauung benannt. Und wir erfuhren, dass in der Verwaltung der Bürgerbrief der Unabhängigen / BvB Freie Wähler gelesen wurde. Denn mit keinem Wort wurden im Antrag zum Moratorium Nachverdichtungsflächen in den Dorfgebieten erwähnt.

Und doch sei die Benennung dieser Gebiete im Antrag „grob falsch“. Sehen wir weiter: Es wurde ausführlichst auf Planungs – und Son-dierungsflächen im Achsenentwicklungskonzept eingegangen, die ebenfalls nicht Gegenstand des Antrags waren.

Es ging doch schlicht nur um eine Pause bis zum Beschluss des Achsenentwicklungskonzepts, damit keine Fakten durch Investoren geschaffen werden können, die am Ende weder den Bürgern noch der Natur gerecht werden. Ich stellte mir die Frage, warum wurde er hier durch die Versammlungsleiterin Frau Hübner nicht gestoppt? Bemerkte keiner der Zuhörer die falsche Ausrichtung in den Ausführungen? Oder hörten die Gemeindevertreter/innen nicht mehr zu?

In der Diskussion zum Antrag sprach Bürgermeister Herr Gehrke über einige der zu bebauenden Grundstücke. Frau Tietz, Ortsvorsteherin in Eiche meldete sich ebenfalls zu Wort. Sie bekräftigt, dass in Eiche diese Planungen immer so bürgernah wie möglich gestaltet würden, Workshops stattfinden und es öffentliche Gespräche gibt. Dieses Vorgehen im Ortsbeirat Eiche ist bewundernswert, bringt leider den Bürgern in Mehrow oder Lindenberg nichts, wenn die Ortsvorsteherin, dann als Gemeindevertreterin der Gemeinde, eben nicht das gleiche Vorgehen anmahnt und ihre Stimme erhebt.

Eine ähnliche Sichtweise war dann bei Herrn Dreger, Ortsvorsteher aus Blumberg zu betrachten. Erst bemängelte er, dass der Antrag nicht im Bauausschuss vorgelegt wurde. Dann stellte er fest, dass die Flächennutzungspläne seit Jahren, ach was Jahrzehnten so bestünden und bisher Niemand daran etwas auszusetzen hatte. Er referierte über die Möglichkeiten der Ahrensfelder zum Einkaufen in den 4-5 Geschäften im Ortsteil. Seine „2000 Blumberger“ warten aber verzweifelt auf eine eigene Möglichkeit zum wohnortnahen Einkauf. Hierbei verwies er auf den einstigen Hängerplatz der LPG als zukünftigen Standort des REWE Marktes.

Nun gut, ich bin in den letzten Jahren öfter im Norma Markt und dem nebenliegenden Getränkehandel in Blumberg einkaufen gewesen. Vielleicht hätte es bei Herrn Dreger heißen müssen, dass die Blumberger einen zweiten Lebensmittelmarkt benötigen? Den gleichen Weg beschritt auch Frau Laqua aus Blumberg, die sich „nicht mehr über die Brücke traut“, wenn sie einem Moratorium zustimmt. Der Antrag auf einen Aufschub der Bauplanungen wurde abgelehnt. Was aber haben in der ganzen Debatte die Grünen gemacht? Ich verrate es Ihnen: Nichts! Die Grünen, deren Kernthema doch Umwelt, Klima und Artenschutz sind, haben sich aus Allem herausgehalten. Entschuldigung sie haben sich, enthalten.

Einen wunderschönen Herbst wünscht

Alexandra Adler

Mittwoch, 22. September 2021

Ein Jubiläum, das uns freut und andere ärgert

 

100.000mal wurde unsere Seite, die der Ahrensfelder

Unabhängigen von Lesern aufgerufen, haben sie sich informiert, gestaunt, waren sie enttäuscht, entrüstet oder erfreut.

Diese Zahl bedeutet rechnerisch, dass jeder Ahrensfelder mindestens gut sechs Mal unsere Seite angewählt hat. Und es werden immer mehr, steigen die Zahlen der Nutzer unseres Blogs. Das passiert nicht ohne Grund. Die Ahrensfelder Unabhängigen sind nicht nur die Einzigen, die einen so aktuelle Internetseite bestreiten, sie sind auch allein auf weiter Flur im Gemeindeparlament, die die Beschlüsse offenlegen, klar sagen, wo gekungelt, was verschwiegen, was versäumt und was verheimlicht wird. Das ist nicht nur legal, das ist rechtens und erforderlich. Denn im Artikel 20 unseres Grundgesetzes heißt es, dass das Volk, also auch wir alle Bürger der Gemeinde Ahrensfelde, übt die Staatsgewalt aus.

Natürlich berichten wir auch, was gelungen ist oder wie andere Parteien oder Wählergruppen unsere Ideen und Anträge später für sich reklamieren.

Doch wir sind fest davon überzeugt, dass eine aktive, breite Bürgerbeteiligung an allem, was unser Zusammenleben betrifft und Transparenz nicht nur die Macht des Volkes repräsentieren, sondern auch die Macht der Vernunft.

Dass ist nicht leicht in der Gemeinde, wo sich Mittelmaß und Beharren breit gemacht haben und die Mittelmäßigen, auch an der Spitze der Verwaltung, alles Neue hassen oder zumindest fürchten und auf Bestehendes setzen in taubem, stummem und blindem Vertrauen, wie Barbusse es einmal zusammenfasste. Da gibt es für die Ahrensfelder Unabhängigen mit Ihrer Hilfe noch viel zu tun, aber wie heißt es, keine Eiche fällt beim ersten Streich.

Wir danken für Ihr Vertrauen und legen allen Mitbürgern ans Herz: Mischen Sie sich ein, es ist Ihr Haus, Ihr Garten, Ihre Heimat und Sie haben es in der Hand, im Kopf und im Herzen, wie unser Ahrensfelde aussehen kann, wie wir leben wollen, heute, morgen und in Zukunft.

Na, und bleiben Sie uns weiter treu.

Die Ahrensfelder Unabhängigen

 

 

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Montag, 20. September 2021

Namen sind in Ahrensfelde weniger Schall und viel mehr Rauch


Das Kind muss einen Namen haben, auch Dörfer, Straßen und Schulen. Nun ist Ahrensfelde nicht gerade als Hort und Leuchtturm der Bürgerbeteiligung bekannt, nicht einmal, wenn es schlicht um Namen für neue Straßen geht. Hier läuft etwas gewaltig schief, Herr Bürgermeister Gehrke. Sie und auch der Ortsvorsteher von Ahrensfelde wissen doch, Transparenz schafft Vertrauen! Oder nicht?

Da werden nicht etwa die Einwohner gefragt, sich einen Kopf zu machen, als mündige Bürger, wie ich es vorgeschlagen hatte. Da wird im nichtöffentlichen Teil der Ortsbeiratssitzung Ahrensfelde von Herrn Joachim so nebenbei darüber informiert, dass man da schon mit dem Investor der Kirschenallee im Gespräch über die Straßennamen ist. Auch Fachbereichsleiter Schwarz lässt sich einspannen und auf dem künftigen Baugebiet poussierte er lächelnd mit der Karte in die Kamera. Er ist wohlgemerkt unser Angestellter und nicht bei Bonava beschäftigt. Nun einmal klargestellt:

Also erstens vergibt ausschließlich die Gemeinde Straßennamen, das sieht die Kommunalverfassung so vor. Und zweitens, warum sollte man sich hier zum Hosenträger der Jeans von Bonava machen, die den Wünschen und Forderungen der Ahrensfelder eigentlich nur widerwillig und auch nur teilweise nach langen Diskussionen entsprachen. Kein Grundstück soll unter 600 m² groß sein. Denkste! Nun ist die Gesamtfläche etwa 66.000 m² groß und 200 Häuser sollen entstehen. Das wären bei den geforderten 600 m² aber nach Adam Riese 120.000 m², beinahe doppelt so viel. Also können die künftigen Besitzer der Reihenhäuser hoch zufrieden sein, wenn ihr Grundstück halb so groß ist, wie gefordert.

Drittens sind Ortsnamen für den Investor natürlich eine Verkaufsargument für das Ahrensfelder Bauprojekt „In den Obstwiesen“. Darin sind die PR-Leute von Bonava erfinderisch: „Am Entenfang“, „Weidetrift“, „Brombeerkamp“ und „Mühlenviertel“ heißen ihre Projekte. In den Obstwiesen hört sich allemal besser an als „Direkt an der B 158“, von der das Lärmgutachten sagt, das für den Nachtzeitraum nahezu im gesamten Planungsgebiet „Kirschenallee“ die zulässigen Lärmwerte überschritten werden. „Wohnglück ist grün“ ist der Slogan von Bonava, aber wer möchte schon dort wohnen, wo 31 Vogelarten ihre Brutstätten durch die Betonierung verlieren werden. Was kümmert Bonava die Feldlerche, der Gelbspötter oder die Grauammer?

Das neue Wohngebiet, in dem im Herbst die Bauarbeiten beginnen werden, ist, wie die Märkische Oderzeitung schrieb: Gesichts- und charakterlos. Und dennoch jubelt Bonava: „Wir schaffen Wohnumfelder mit höchster Lebensqualität, in denen die Menschen glücklich sein können.“ Ich bin gespannt, wie ein offener Regenschirm, welche glücklichen Fantasie-Namen ihre Werbestrategen mit dem Ortsvorsteher Joachim in geheimer Runde ausgekungelt haben. Wie wäre es denn mit Feldlerchenidyll oder Grauammerweg? Feldlerchentod wäre all zu geschäftsschädigend.

Auch bin ich gespannt, aber glaube es nicht, dass vor allem die Schüler und Eltern der neuen Schule den Namen geben dürfen, wie ich es kürzlich öffentlich vorgeschlagen hatte.

Schließlich hat sich der von Frank Meuschke (CDU) geführte Ortsbeirat Lindenberg die Sache an sich gerissen, will sogar eine Auswahl treffen, obwohl sie weder dafür die Qualität und schon gar nicht die Kompetenz haben. Vielleicht wollen sie eine Bürgermeister Gehrke-Schule. Das ist zu weit hergeholt? Nein, denn schon macht dort die Runde, die neue moderne Schule nach einem einstigen Direktor der Dorfschule zu benennen. Wie kleinkariert ist denn das?  

Namensgebungen für Schulen obliegen in Brandenburg nur dem Träger und das ist nun einmal die Gemeinde Ahrensfelde und den Kindern und Eltern der Schule. Deshalb kann es nur so sein, dass Lindenberg auch seine Vorschläge einbringt wie jeder Ortsbeirat und jeder Bürger, die aber von dem Ausschuss für Soziales und Kultur gesammelt, gesichtet und bewertet und dann der Gemeindevertretung begründet unterbreitet werden.

Hartmut Moreike

 

 

Freitag, 17. September 2021

Verfehlte Schulpolitk in der Endlosschleife! Jetzt ist es raus!

Die neue Grundschule wird nicht wie geplant zum Schuljahresbeginn 22/23 fertig!!  

Das durfte ein Mitarbeiter der Bauverwaltung kleinlaut bei Abwesenheit des Bürgermeisters im Bauausschuss verkünden! Gehrke war dieses Eingeständnis dieser Pleite wohl zu heiß. So will ich mal seine Abwesenheit interpretieren!
Wer so katastrophal seit Jahren Schule plant, kann nicht erwarten, dass der Landkreis der Gemeinde ein Gymnasium zugesteht!
Ausbaden werden den Schlamassel der Verantwortlichen in Verwaltung und Politik wieder die Ahrensfelder Kinder und Jugendlichen und deren Eltern!


Wann wachen die Eltern in dieser Gemeinde endlich auf, organisieren sich und ziehen die Verantwortlichen zur Rechenschaft!!

Dienstag, 14. September 2021

Die Ahrensfelder Wählergemeinschaft - Anspruch und Wirklichkeit


Kürzlich hatte ich die Ahrensfelder Unabhängigen vorgestellt. Da ist es nur recht und gerecht, das der Ahrensfelder Wählergemeinschaft nicht vorzuenthalten.  Sie haben bei der letzten Kommunalwahl einen Sitz in der Gemeindevertretung verloren und glauben dennoch, der alleinige wahre Interessenvertreter der Ahrensfelder Bürger zu sein.

Sie verweisen darauf, dass sie in engem Zusammenwirken mit der Kommune, also Verwaltung, die Dinge angehen. Nun, das verstehe jeder, wie er will. Ortsvorsteher Joachim meint das so: Das Mitglied der Gemeindevertretung sei gut beraten, das sich erst den Segen in der Verwaltung holt. Das ist als Grundschullehrer ein peinliches Verständnis von Bürgervertretung und direkter Demokratie. Dass er sein Spaßfeuerwerk zum Fest der Besinnung, also Weihnachten, abbrennt und damit mehr schädlichen Feinstaub in die Luft blasen lässt als eintausend (1.000) LKW auf der Dorfstraße spricht auch für sich.

Die AWG ist stolz darauf, mit anderen Bürgerbewegungen part-nerschaftlich zu kooperieren. Klingt gut, ist aber ist falsch, denn Abgrenzung ist die Tatsache. Was auch die Ahrensfelder Unabhän-gigen an noch so vernünftigen, einleuchtenden, das Leben verbessernden Vorschlägen auf den Tisch legen, sie werden aus Prinzip von ihrem Sprecher, Elektromeister Stock, abgelehnt. Ach, wenn doch Vernunft ansteckend wäre!

Die AWG begleitet die Entwicklung des Sportvereins Grün-Weiß Ahrensfelde. Das ist gut und schön, aber deshalb muss doch nicht gegen berechtigten Lärmschutz für die Anwohner des Sportplatzes zu Felde gezogen werden. Und ich frage mich, warum Elektromeister Stock vehement in der Gemeindevertretung ständige Gesetzes-verstöße auf dem Gelände des Sportplatzes verteidigt, die nächtliche Polizeieinsätze erfordern? Wann geht dem Mann endlich ein Licht auf?

Die AWG begleitet die Seniorenarbeit. Das ist etwas vollmundig. Bei allem Verständnis für Seniorentanz und Spielnachmittage, eine politische Lobby haben die Senioren in der Gemeindevertretung nicht. Die Diplombetriebswirtin Frau Klietzsch hat so manche Bau-stelle im In- und Ausland gemanagt. Nun als Seniorin und Mitglied des Kreisseniorenbeirates ist sie im Bann der Lichtgestalt von Bürgermeister Gehrke (CDU) gegen einen Seniorenbeirat in der Gemeinde, der zu allen, die älteren Bürger betreffenden Ange-legenheiten, Mitsprache hat. Wie verrückt ist denn das? Warum sich Bürgermeister Gehrke so vehement gegen einen Seniorenbeirat stemmt, ist sein Geheimnis. Ein überzeugendes Argument hat er jedenfalls nicht.

Und als letztes aktives Mitglied der AWG ist Frau Oda Formazin zu erwähnen, die sich im Kreistag Barnim für Ahrensfelde einsetzt, ohne Frage. Sie hat viel für die Gemeinde getan, jedenfalls das Ingenieur-büro Dr.-Ing. Formazin & Partner, so beim Bau des Ortsteilzentrums und der neuen Schule und weiterer Gebäude. Die Spur der Steine reicht bis nach Mehrow, wo 2012 die alte Dampfmühle erworben wurde und nun nach etlichen Jahren Stillstand behindertengerechte Wohnungen entstehen. Das Ingenieurbüro erhielt oft den Zuschlag nach den Ausschreibungen in der Gemeinde.

Und Frau Formazin oder ist es die AWG, das ist nicht ganz klar, wollen gegen das Planfeststellungsverfahren der Ortsumgehung Bundesstraße 158 vor Gericht gehen. Woher hätte die AWG das Geld? Was das den Ahrensfeldern bringt, ist nicht klar, bei Oda Formazin und ihrem Firmensitz ist es das Gegenteil. Aber warum ist die Architektin seit Jahren gegen von den Ahrensfeldern Unabhängigen vorgeschlagene Ortsentwicklungspläne, die zum kleinen 1X1 der Landschafts- und Wohnortsgestaltung schon im Grundstudium gehören? Und warum erhebt sie nicht ihre kompetente Stimme gegen solche bauliche Sünde wie Bonavas Kirschenallee?

Das verstehe wer will!

Vielleicht springt sie aus Vernunftgründen über den Fraktionsschatten und stimmt mit den Unabhängigen für ein Moratorium für neue Wohnsiedelungen in den Außenbezirken der Ortsteile. Na, einmal abwarten und Tee trinken.

Aber da gerät das AWG-Mitglied Uwe Lachmann in die Zwickmühle, denn der Vorsitzende von Grün-Weiß verspricht nicht nur den Anwohnern des Sportplatzes seit Jahren, sich um die nächtlichen Lärmeskapaden aus dem Vereinslokal zu kümmern, er ist auch in der Verwaltung der Mann für den Hochbau, also neuer Wohnsiedlungen. Und damit an die Weisungen von Bürgermeister Gehrke gebunden, der seit sechzehn Jahren in alter FDJ-Manier dem Motto frönt: Bau auf, bau auf und immer weiter bau auf, so dass die Gemeinde heute mehr Einwohner hat als die Kreisstadt Lübben im Spreewald. Ob unser aller Angestellter, Herr Lachmann, sich in der AWG engagiert und nicht zur Neutralität verpflichtet ist, ist noch eine weitere Frage.

Fazit:

An Versprechen im Programm ist die Ahrensfelder Wähler-gemeinschaft reich, an Anträgen und Initiativen in der Gemeinde-vertretung sie wirklich einzulösen, ideenarm und willensschwach. Wie kommt es, dass mir ein Zitat von Shakespeare einfällt “…hohle Töpfe haben den lautesten Klang.“

 

Hartmut Moreike