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Donnerstag, 25. August 2022

Keine zufriedenstellende Busverbindung für Erstklässler zur neuen Grundschule Lindenberg

Die neue Ahrensfelder Grundschule in Lindenberg ist letzten Samstag feierlich teileröffnet worden. Alle Schulanfänger haben ihre bunten Zuckertüten überreicht bekommen und ihren Tag gebührend gefeiert. Gestern war dann der ganz besondere Tag – ihr erster ganzer Schultag. Ein schönes, prägendes Ereignis, das man nicht so schnell vergisst.

Eltern, die ihr Kind dann gestern so zum Bus bringen wollten, da es so um 7.30 Uhr (Unterrichtsbeginn ist 7.50 Uhr) an der neuen Grundschule in Lindenberg aussteigen kann, staunten beim Blick in den neuen Fahrplan nicht schlecht: Es gibt für diese Zeit keinen Bus für die Eichener, Mehrower und Ahrensfelder, etwa 35 Kinder. Ein Unding. Wer das zu verantworten hat, sollte sich bei den Schulanfängern entschuldigen

Laut aktuellem Fahrplan müssten sie alle so zeitig losfahren, dass sie bereits um 6.57 Uhr an der Grundschule sind. Dies ist zum einen kaum einem Erstklässler zuzumuten und zum anderen müsste die Gemeinde Ahrensfelde für insgesamt 20 Minuten zusätzliches Frühhortpersonal für die Betreuung im Hort stellen und damit die Dienste der Erzieherinnen und Erzieher auseinanderreißen. Früh für wenige Minuten und dann Pause bis zum Schulende. Unzumutbar! Offen ist zudem, ob die Zeit im Hort auch noch bezahlt werden müsste.

So habe ich am letzten Dienstag den halben Tag herumtelefoniert, um eine Lösung im Sinne der Kinder und Eltern zu erreichen. Telefoniert mit dem Landkreis Barnim, mit der Gemeinde Ahrensfelde und mit der Barnimer Busgesellschaft. Als Abgeordneter der Gemeindevertretung habe ich mich mit dem Verkehrsexperten Klaus Hilpert, sachkundiger Einwohner in Sozial- und Kulturausschuss, dann hingesetzt, um aus dem bestehenden unakzeptablen Fahrplan Optimierungs-möglichkeiten herauszuarbeiten. Unsere Vorschläge haben wir dem Landkreis und Bürgermeister Gehrke übermittelt. Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern und für viele heißt es bis dahin Elterntaxi.

Der jetzige Stand - 24.8.2022 - ist folgender: Der Landkreis Barnim hat unsere Vorschläge erhalten und bespricht sie nun mit der Barnimer Busgesellschaft. Unser Bürgermeister hat vom Landrat Daniel Kurth das Versprechen bekommen, dass er sich nun persönlich um  dieses Problem zügig gekümmert wird.

Nächsten Dienstag werden wir uns erneut abstimmen.

Patrick Seiler

 

 

 

Donnerstag, 18. August 2022

Man wird doch wohl noch träumen dürfen

Ich hatte einen Traum und bin selig und zufrieden aufgewacht. Ich träumte von einer Gemeindevertretung, in der die Mitglieder der Fraktionen um die besten Ideen streiten, wie anstehende Probleme gelöst werden können. Beim Wohnungsbau, beim Verkehr, für moderne Arbeitsplätze, im Umweltschutz, für Kinder, Senioren, für junge Familien und alle Ahrensfelder.

Klar, das wäre erst nach der neuen Kommunalwahl möglich, denn es gibt noch zu viele Abgeordnete, die sich im Schlafwagen Gemeindevertretung wohlig eingerichtet haben. Nun wird Schweigen von vornherein als Zeichen der Zustimmung gewertet, aber ich denke, es ist auch viel Denkfaulheit dabei, sich mit den Sachfragen intensiv auseinander zu setzen. Sollten sich nicht nur solche Kandidaten zur Wahl stellen, denen wirklich die tagtägliche Sorge um ihre Mitbewohner am Herzen liegt und die dafür aktiv, das heißt mit Gedanken und Vorschlägen eintreten?

Groß geschrieben ist in den Aufgaben der Gemeinde die Daseinsfürsorge. Und da geht eigentlich alle Alles an. Niemand kann sagen, wenn der Schülerverkehr nicht klappt: Dafür sind wir nicht verantwortlich. Doch! Und wenn der Kreis oder die Barnimer Busgesellschaft Defizite im Verständnis unserer Wünsche haben, muss ihnen auf die Füße getreten werden. Daseinsfürsorge ist sogar gesetzlich geregelt, dass die Gemeinde für das Wohl und Wehe ihre Bürger den Hut aufhat.

Oder die katastrophale Situation mit Fach- und Hausärzten. In einer im Durchschnitt älter werdenden Einwohnerschaft in der Gemeinde ist das ein vorrangiges Problem und dafür ist natürlich neben der Kassenärztlichen Vereinigung auch die Gemeinde zuständig. Und schließlich, um es dabei zu belassen, das leidige Thema, Seniorenresidenz für alle Formen des selbstbestimmten Lebens im letzten Lebensabschnitt, von der Intensivpflege bis zum betreuten Wohnen. Warum gibt es solche Residenzen in Werneuchen, Altlandsberg und Hoppegarten?

Klar, schwierige Probleme, doch ich habe den Eindruck, nicht alle gewählten Abgeordneten und vielleicht auch einige Mitarbeiter der Verwaltung sehen sich hier in der Verantwortung. Zumindest standen diese Themen noch nie im Sozial- und Kulturausschuss oder der Gemeindevertretung für eine Diskussion auf der Tagesordnung. Und mit Diskussion meine ich, nicht aus dem Bauch heraus, sondern nach gründlicher Vorbereitung, so dass jede Fraktion sich konkret einbringen muss.

Und dann sind endlich die von den Fraktionen oder der Verwaltung auf die Tagesordnung gesetzten Sachfragen vor den Auftragsvergaben für Investitionen zu behandeln, dass so genügend Zeit für einen Meinungsaustausch bleibt. Denn sie sind das Wichtigste in jeder Beratung! Außerdem werden die gut vorbereiteten Anträge zur Auftragsvergabe oft ohnehin nur abgenickt.

Und dann träumte mir, dass die Ahrensfelder überall in die Sprechstunden von Bürgermeister Gehrke und der Ortsvorsteher, in die Beratungen der Ortsbeiräte und der Gemeindevertretung strömen, um aktiv an Entscheidungen ihrer Abgeordneten mitzuwirken. Denn die Mitsprache aller, ist die Mitsprache jedes Einzelnen.

Man wird doch wohl noch träumen dürfen, denn wie die Träume, so die Gedanken hat einmal ein kluger Mann, oder eine kluge Frau, gesagt. Es geht so langsam auf die Wahlen zu und ich bin mir fast sicher, alles wird wieder, wie es immer war. Aufwachen, willkommen in der Realität!

Hartmut Moreike

Sonntag, 7. August 2022

Ein Blick in die Zukunft ?


 

Naturnaher Steinhavelsee westlich der Mehrower Straße Richtung Hönow. Vor etwa 15 Jahren siehe Hinweisschild. Wasserzufluss über ein Grabensystem aus der Barnimer Hochfläche, so wie auch für den Mehrower Lake-See.

Der Steinhavelsee seit etwa 3 Jahren! 

Ausgetrocknet und ohne Zukunft ? Ein Einzelfall in der Gemeinde?


Samstag, 6. August 2022

Offizielle Regeln für den Blog der Ahrensfelder Unabhängigen

Da jetzt, wie es so heißt, Saure-Gurkenzeit ist und die kommunalen Gremien nicht tagen, ist es einmal Zeit, über die Regeln zu informieren, denen wir als Lizenznehmer unterworfen sind. Damit kommen wir auch dem Wunsch nach, denn in Kommentaren wird nach dem Warum von Löschungen gefragt und wer letztendlich für den Datenschutz verantwortlich zeichnet. Hier dazu einige Informationen. Neben unserem Kodex, veröffentlicht am 17. März 2022, sind
wir verpflichtet folgende Verstöße in den Community Richtlinien dem Lizenzgeber, Google Ireland Limited - Registriernummer 368047 - wir sind nur Lizenznehmer - zu melden. Der Lizenzgeber Google entfernt diese Inhalte und ergreifet entsprechende Maßnahmen. Als Verstöße ahndet der Google-Dienst Deutschland durch algorithmische Kontrollsysteme folgende Darstellungen oder Inhalte:

1. Sexueller Missbrauch und Ausbeutung von Kindern

Du darfst keine Inhalte erstellen, hochladen oder teilen, in denen es um Missbrauch oder Ausbeutung von Kindern geht. 

2. Gefährliche und illegale Aktivitäten

Verwende dieses Produkt nicht für eigene illegale Aktivitäten oder um Aktivitäten, Waren, Dienstleistungen und Informationen zu fördern oder zu verbreiten, mit denen Menschen oder Tiere unmittelbar und schwer verletzt werden können. 

3. Belästigung, Mobbing und Drohungen

Belästige, schikaniere oder bedrohe andere nicht. Wir gestatten auch nicht, dass dieses Produkt verwendet wird, um andere zu solchen Verhaltensweisen anzustiften. 

4. Hassrede

Hassreden sind untersagt. Das sind Inhalte, die Gewalt gegen Einzelpersonen oder Gruppen aufgrund von Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Behinderung, Alter, Nationalität, Veteranenstatus, sexueller Orientierung, Geschlecht, geschlechtlicher Identität oder anderen Eigenschaften fördern oder billigen, die mit systematischer Diskriminierung oder Ausgrenzung verbunden sind, oder Inhalte, deren primäres Ziel darin besteht, in Bezug auf dieser Eigenschaften Hass zu schüren.

5. Identitätsdiebstahl und Falschdarstellung der Identität

Gib dich nicht als eine andere Person oder Organisation aus (Identitätsdiebstahl) und täusche keine falsche Identität vor. Du darfst nicht vorgeben, jemand anderes zu sein oder eine Organisation zu vertreten, der du nicht angehörst. Weiterhin darfst du keine irreführenden Angaben über die Identität, die Qualifikationen, die Inhaberschaft, den Zweck, die Produkte, die Dienste oder das Geschäft eines Nutzers oder einer Website machen.

6. Malware und ähnliche schädliche Inhalte

Verbreite keine Malware oder andere Inhalte, die den Betrieb der Netzwerke, Server, Endnutzergeräte oder anderer Infrastruktur beeinträchtigen oder stören.

7. Irreführende Inhalte

Es ist untersagt, falsche Inhalte zu verbreiten, die Nutzer täuschen oder irreführend sind.

8. Nicht einvernehmliche, explizite Bilder

Private Nacktbilder und ‑ videos bzw. intime oder sexuelle Bilder und Videos – ob explizit oder nicht – dürfen nicht ohne Einwilligung der betroffenen Personen gespeichert oder verbreitet werden.

9. Personenbezogene und vertrauliche Daten

Es ist untersagt, personenbezogene oder vertrauliche Informationen über andere Personen, ohne deren Erlaubnis zu speichern oder zu verbreiten. 

10. Gewalttätige Organisationen und Bewegungen

Bekannte gewalttätige nicht staatliche Organisationen und Bewegungen dürfen dieses Produkt in keiner Weise verwenden. 

11. Keine nicht autorisierte Bilder von Minderjährigen veröffentlichen

Poste oder verbreite keine Bilder von Minderjährigen ohne die ausdrückliche Einwilligung eines Elternteils, eines Erziehungsberechtigten oder des gesetzlichen Vertreters der betreffenden minderjährigen Person. 

12. Blut und drastische Gewaltdarstellung

Es dürfen keine gewalttätigen oder blutigen Inhalte mit echten Menschen oder Tieren gepostet werden, die vorrangig schockierend oder aufsehenerregend sind oder Darstellungen grundloser Gewalt enthalten.

13. Urheberrecht

Wenn wir Hinweise auf mutmaßliche Urheberrechtsverletzungen erhalten, gehen wir diesen grundsätzlich nach. 

Die Administratoren

 

 

 

Montag, 1. August 2022

Braucht Ahrensfelde im Klimawandel einen Plan? Ich denke schon!


Puh, ist das an manchen Sommertagen eine Hitze! Dass sich das Klima wandelt, wir hierzulande höhere Temperaturen, längere Trockenheit und Niederschläge bekommen, die lange ausbleiben und dann sinnflutartig über uns ergehen, ist inzwischen jedem klar. Ein paar erklärende Sätze vorweg. Das Wort Klima stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Himmelsgegend" oder "Neigung der Erde den Polen zu". Heute bezeichnet Klima die gesamte Witterung einer Region oder Klimazone über mehrere Jahre oder Jahrzehnte.

Die Witterung beschreibt den vorherrschenden Charakter des Wetterablaufs an einem bestimmten Ort während eines Zeitraums von mehreren Tagen. Das Wetter bezeichnet den Zustand der unteren Atmosphäre an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt. Grundsätzlicher Motor für das Klima auf der Erde ist die Sonneneinstrahlung, die Verteilung von Land und Meer, die Zusammensetzung der Erdatmosphäre und ihre Zirkulation, die Meeresströmungen, der Wasserkreislauf insgesamt, aber auch der Kreislauf der Gesteine. Und deshalb, weil das Wetter auch dazu gehört, habe ich so meine Probleme mit dem Klimaschutz, weil es Quatsch ist. Das Wetter ist nicht zu beschützen und Klimawandel gab es immer, solange sich die Erde dreht. Wir können nur dazu beitragen, dem Klimawandel Rechnung zu tragen und seine Auswirkungen zu entsprechen, ja sie abzumildern und uns darauf einzustellen. Das also vorweg.

Also brauchen wir nicht nur für unser Land, den Kreis, ja auch für unsere kleine Gemeinde einen Klimaplan. Dazu gehört zum Beispiel der Umgang mit Wasser, der Erhalt von Grünflächen und die Neubegrünung sowie ein klimaresistentes Bauen. Klar schafft das nicht nur Freunde. Wir werden uns damit abfinden müssen, dass wir unseren Boden nicht mehr für Einfamilienhäuser verschleudernd zubetonieren können. Sinnvoll sind mehrstöckige Häuser mit Solaranlagen oder begrünten Dächern dort, wo sie den, soweit überhaupt noch vorhanden, dörflichen Charakter nicht zerstören.

Auch werden wir anstelle von Pools mit Gartenduschen vorliebnehmen müssen, was übrigens für ein solarbetriebenes Freibad gemeinsam mit den Nachbargemeinden spricht. Klimaresistente Hecken in den Gärten und auf Gemeindeland, auch in Gewerbegebieten könnten dazu gehören sowie platzsparende Betonierung, denn da gibt es leider viel Zugepflastertes auf den Grundstücken der Gemeinde. Dachentwässerung in die Gärten und natürlich Bäume, die mit dem sich verändernden Wetter klarkommen. Und sicher noch vieles mehr. Solaranlagen gibt es schon dort auf Gebäuden der Gemeinde und Ressourcen schonendes Bauen sind bereits ein solider Anfang.

Niemand kann nun erwarten, dass so einen umfassenden wie gänzliche neuen Klimaplan die Mitglieder der Gemeindevertretung oder der Verwaltung aus dem Hut zaubern können. Auch bin ein nur hinlänglich gebildeter und engagierter Laie. Aber in der Kreisstadt gibt es die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung und einer seiner Studenten, Hübner junior, hat sich schon einmal um das Mikroklima auf dem Rathausplatz ernsthafte Gedanken gemacht. Es ist also die richtige Adresse.

Hartmut Moreike


Mittwoch, 27. Juli 2022

Die Diskussion um den Seniorenbeirat ist noch nicht vom Tisch

Welche einsichtsvollen und vernünftigen Argumente kann es gegen die Gründung eines Seniorenbeirates geben und damit mehr Einwohner mit einem reichen Erfahrungsschatz in politische Entscheidungen, um die Zukunft von Ahrensfelde einzubeziehen? Absolut Keine! 

Also wenn es dem Bürgermeister und Gefolge wirklich darum ginge, die Basis der kommunalpolitischen Arbeit durch engagierte und lebenserfahrene Senioren zu erweitern, hätte man Kompromisse gefunden, Wege aufgezeigt und Vorschläge gemacht.  Es ist unredlich, das Eine vor den Wahlen zu versprechen und anders zu handeln.

Darum versuche ich eine objektive wie persönliche Analyse nach möglichen Gründen für die jahrelange Ablehnung von Bürgermeister Wilfried Gehrke, Ortsbeiratsmitglied und undemokratisch eingesetzte Seniorenkoordinatorin Iwa und Co. 

Erstens kommt einem da in den Sinn, dass eine echte Bürgerbeteiligung oder deren Ausweitung nicht erwünscht sind. In der Diskussion um meine Petition für die Bildung eines Seniorenbeirates 2017 gab es Ausreden und Bedenken in der Gemeindevertretung. Einige sahen es als Kritik an der bisherigen Seniorenarbeit an, andere glaubten, dass man keine ehrenamtlichen Einwohner finden würden und Bürgermeister Gehrke hatte sogar den Kreisseniorenbeirat zu Gesprächen eingeladen und sprach von guter Zusammenarbeit. Da ergibt sich doch sofort die Frage, warum der Hauptverwaltungsbeamte und nicht die Gemeindevertretung als politisch kommunales Gremium mit ihren Fraktionen? Außerdem müsse der Wunsch, so hieß es, von Senioren zur Bildung eines Seniorenbeirates kommen. Ich war da 75 Jahre alt. Jedenfalls wurde die Petition in den Ausschuss für Soziales und Kultur verwiesen. Auch hier gab es Für und Wider. Schließlich einigte man sich darauf, einem Seniorenparlament zuzustimmen, mit den ähnlichen Rechten und Pflichten wie dem Kinder- und Jugendparlament. Das war es! Ein Seniorenparlament gibt es bis heute nicht und viele, so scheint es, sind recht froh darüber.

Zweitens sehen die engagierten Leute, die in den Ortsteilen die Seniorenarbeit organisieren, die Bildung eines Seniorenbeirates, so hört man es immer wieder, als Kritik an ihrer jahrelangen und aufopferungsvollen Arbeit an. Nonsens! Dass es eine Ergänzung sein kann und eine Entlastung für sie, das wird leider nicht in Betracht gezogen. Dabei erreichen sie nur einen kleinen Bruchteil aller 3000 Senioren und immer die gleichen.  

Drittens mag vielleicht auch die Befürchtung eine Rolle spielen, die nicht gerade üppigen Mittel für die Seniorenarbeit teilen zu müssen, was natürlich Unsinn ist. Auch wenn nur ein Bruchteil Gelder im Haushalt für über 3.000 Senioren in der Gemeinde zur Verfügung steht, wie einem einzigen Sportverein. Aber das ist ein anderes Thema.

Viertens ist natürlich der Seniorenbeirat zu den AG Senioren eine echte Konkurrenz, aktiviert er doch die Senioren, über Tanz und Spiel, über Kaffee und Kuchen hinaus - heute länger fit, geistig rege und die anspruchsvoller für ihre Lebensgestaltung und ihre Lebensumwelt - sich gesellschaftlich und kommunalpolitisch außerparlamentarisch einzumischen im Vorfeld aller Entscheidungen, die sie tangieren. So würden die Entscheidungen in der Gemeindevertretung auf eine breitere demokratische Basis gestellt. Dagegen kann doch niemand sein, der Stärkung der direkten Demokratie in seinen Wahlflyern versprochen hat - oder?

Es mag noch mehr und andere Gründe geben und dieser Beitrag, allen Kommentatoren schon einmal ins Stammbuch, erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und ist wieder eine ganz persönliche Sichtweise und nicht die der Fraktion der Unabhängigen. 

Hartmut Moreike

Sonntag, 17. Juli 2022

Sie fallen wieder einmal aus - also große Ferien für den Bauausschuss und Gemeindevertretung – na super

Ein Berliner Sprichwort heißt: Nachtigall, ick hör dir trapsen! Womit nicht gemeint ist, dass sich unsere Abgeordneten nicht auch ihre Sommerpause verdient hätten. Aber dass nun Juli und August Sommerferien für die gewählten Gremien sind, muss bestimmt nicht sein. Es sei denn, die Zeit wird von den Fraktionen genutzt, mit frischer Kraft, erholt und frischem Mut in das zweite Halbjahr mit Anträgen aufzuwarten, dass die Einwohner der Gemeinde aus dem Staunen nicht herauskommen.

Ich bin ja sachkundiger Einwohner im immer kurz genannten "Bauausschuss", der ja korrekt Ausschuss für Wirtschaft, Bauwesen, Natur und Umwelt heißt. Also vom Bauen habe ich nicht gerade fundierte Ahnung, mehr davon, wie und vor allem, wo man nicht bauen sollte. Weil, wie mein Einsatz für die Zauneidechsen belegt, wir mit unserer schon arg geschändeten Natur und Umwelt sorgsamer umgehen sollten. Alle 21 in Deutschland vorkommenden Arten der Amphibien und alle 14 Arten der Reptilien sind in der Roten Liste erfasst, also streng geschützt, weil sie vom Aussterben bedroht sind. So makaber es klingen mag, aber das Insektensterben bemerken die Autofahrer wie ich vor allem auf ihrer Windschutzscheibe. In nur drei Jahrzehnten ist die Gesamtmasse der gezählten Insekten um sage und schreibe 76 Prozent zurückgegangen. Ein schockierender Fakt.

Was will ich damit andeuten? Es wird Zeit, und das ist mir bitter ernst, dass sich der Ausschuss für Wirtschaft, Bauwesen, Natur und Umwelt endlich den beiden letztgenannten Aufgabenfeldern mit der gleichen Aufmerksamkeit zuwendet, wie dem Bauen in der Gemeinde. Eine denkbare Initiative aller Fraktionen wäre zum Beispiel der übergreifende Beschluss aus dem Achsenentwicklungskonzept Ahrensfelde - Werneuchen, einen Natur- und Umweltschutz-Konzept erarbeiten zulassen, ähnlich wie das Handels- und Zentrenkonzept. Sozusagen einen "Generalplan Grün".

Und ein anderes Thema liegt mir, da ich mich schon langsam wieder der Erde zuneige, am Herzen, die Senioren überhaupt und ihr Wohlbefinden. Zur Mobilität, dass die alten Knochen nicht einrosten, gehört nun einmal ein Spaziergang. Aber, wie Herr Wolf aus Ahrensfelde kürzlich andeutete, bedauerte er, dass es kein Seniorenbeirat gäbe, denn bei allen Infrastrukturmaßnahmen, sind ihre Bedürfnisse nicht immer berücksichtigt. Recht hat der Mann und meinte damit fehlende Bänke. 

Nun kann das ja nicht am Geld liegen, außerdem hat das benachbarte Altlandsberg für alle weiß ich wieviel Bänke im Schlossgarten Sponsoren gewinnen können. Es sollte sich besonders im Ortsbeirat Lindenberg, Eiche und Ahrensfelde einmal Gedanken gemacht werden, wo die älteren Semester verschnaufen könnten auf dem Weg ins Rathaus, zur Physiotherapie oder zum Einkauf. Für Ahrensfelde fallen mir gleich ein halbes Dutzend notwendiger Stand- vielmehr Sitz-Orte ein. Kein Thema für den Sozial- und Kulturausschuss oder den „Bauausschuss?“ Aber ja doch! Warum, liebe Abgeordnete, auf die lange Bank schieben, wo doch die Diskussion des Haushalts 2023 läuft?

Die Sommerpause wäre also genug Zeit, sich abzustimmen und so einen Plan Grün in Auftrag zu geben. Aber auch danach ist es möglich, denn etwas für unsere Umwelt, für die uns umgebende Natur, die unser Barnim so anziehend und liebenswert macht, zu tun, kann es nicht früh genug und nie zu spät sein. 

Na, und die Bänke sollten auch nicht vergessen werden.

Hartmut Moreike